Erstes Minergie-P-Industriegebäude

 

Ihr 25-jähriges Bestehen feierte die Zünd Systemtechnik AG in Altstätten Ende Oktober mit der Einweihung eines dritten Erweiterungsbaus. Dabei handelt sich nicht um irgendeinen Neubau, sondern um das erste Minergie-P-Industriegebäude der Schweiz. Als Partner mit dabei war auch Walter Meier.



Zünd Systemtechnik AG: vom Kleinbetrieb zum Global Player

In 25 Jahren hat sich die Zünd Systemtechnik AG aus einer Einzelfirma zu einem weltweit führenden Unternehmen der Cutter-Branche entwickelt. Mittlerweile stehen 125 Mitarbeitende für die Firma im Einsatz, wobei der grösste Teil von ihnen am Hauptsitz in Altstätten arbeitet. 1984 hat Karl Zünd die Firma mit dem Verkauf von Flachbett-Plotter gestartet. Bereits kurze Zeit später hat er gemeinsam mit Ingenieuren begonnen, Werkzeugköpfe und Peripheriegeräte zu entwickeln. Anfang der 90er-Jahre hat er den ersten Zünd-Plotter auf den Markt gebracht. Heute ist Zünd mit seinen Flachbett-Cuttern Marktführer für die grafische Industrie und weltweit die Nummer Zwei für die Verpackungsbranche. In der Leder- und Textilindustrie gehört Zünd ebenfalls zu den führenden Anbietern für den digitalen Zuschnitt. Anlässlich des Jubiläums hat Firmengründer Karl Zünd bekannt gegeben, dass er Anfang 2010 die operative Führung der Zünd Systemtechnik AG seinen Söhnen Mike und Oliver übergeben werde. Er selbst wird in der Geschäftsleitung verbleiben und den Verwaltungsrat präsidieren.

Weitere Informationen zum Unternehmen:

http://www.zund.com/

 

Zum 25 Jahr-Jubiläum hat sich die Zünd Systemtechnik AG ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Ende Oktober hat das Altstätter Unternehmen das erste Schweizer Minergie-P-Industriegebäude eingeweiht. Im Vergleich zu einem konventionellen Bau wird hier fünfmal weniger Energie verbraucht und ebenfalls fünfmal weniger CO2 ausgestossen. Dies hat jedoch seinen Preis: Was die Gesamtinvestitionen betrifft, wurde der Bau aufgrund des Minergie-P-Standards rund 12 Prozent teurer. Das Engagement der Zünd Systemtechnik AG für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zeigt sich aber auch in der zukunfts- gerichtetem Architektur, die Wirtschaftlichkeit mit Naturverbundenheit und Nachhaltigkeit kombiniert.


Massgeschneiderte Wärmepumpe

Von Beginn weg waren bei der Planung und der Ausführung des neuen Gebäudes zahlreiche Partner miteinbezogen. Unter ihnen auch der Installateur, die Firma Ulmann AG, sowie Walter Meier als Lieferant für Wärmepumpe und TABS (Thermoaktives Bausystem). Wie Patrick Ullmann erklärt, sei es für ihn besonders wichtig gewesen, alle Teile des Kühl- und Heizsystems aus einer Hand zu bekommen. «Die enge Partnerschaft mit Walter Meier war in diesem Fall noch wichtiger, weil es galt, die genauen Vorschriften für die Einhaltung des Minergie-P-Standards umzusetzen.» Dazu gehörte etwa, dass Walter Meier eine eigens für dieses Projekt notwendige Wärmepumpe lieferte. Die Sole-Wasser-Wärmepumpe mit einer Leistung von 80 KW wurde eigens von Walter Meier im Werk in Romont hergestellt. «Entscheidend für den Einsatz in diesem Gebäude war die Einhaltung des vorgeschriebenen Stromverbrauchs», bestätigt Rico Gerschwiler, Ingenieurberater Ostschweiz bei der Walter Meier Klima Schweiz AG. «Zum Einsatz kommt dabei auch ein spezieller Plattentauscher, der einen möglichst geringen Druckverlust ermöglicht.» Die Wärmepumpe verfügt zudem über zwei Kompressoren, mit denen Leistung noch besser reguliert werden kann. Sechs Erdsonden, die sich in 210 Metern Tiefe befinden, sorgen im Winter für Wärme und im Sommer für die Kühlung. Als Transportmedium wird ein Wasser/Glykol-Gemisch verwendet.


Wärme und Kälte via TABS

Für die Verteilung von Wärme und Kälte im Gebäude wurde auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern Thermoaktive Bauteilsysteme - TABS eingebaut. «Dabei mussten wir für die Minergie-P-Zertifizierung sicherstellen, dass pro Quadratmeter eine gewisse Leistung nicht überschritten wird.» erklärt Installateur Patrick Ulmann. Durch den Einbezug der Bausubstanz kann die Energie mit TABS sehr leicht gespeichert und über die grosse Bauteiloberfläche energieeffizient verteilt werden. Ganz generell seien bei diesem Bau zum Beispiel dickere Dämmungen und Rohre verwendet worden. «Zudem wurden alle Isolationen im Vergleich zu herkömmlichen Bauten besonders verstärkt.»


 

Kontaktperson für Rückfragen:

Adrian Velert, Projektleiter Marketing & Kommunikation

044 806 41 41 oder klimanews.schweiz@waltermeier.com  


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