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3. Hartes Wasser

 

 

  • Was ist hartes Wasser?
  • Tipps zur Verhinderung von Kalkablagerungen
  • Was ist hartes Wasser?

    Kalk ist nicht nur als Gestein in der Natur vorhanden, sondern auch in gelöster Form im Wasser. Je kalkhaltiger das Wasser, desto härter ist es. In hartem Wasser lösen sich Seife und Waschmittel schwer, dadurch steigt der Verbrauch von Waschmittel.

    Hartes Wasser hinterlässt Spuren und Ablagerungen: Geräte bekommen eine "Kalkschicht", Rohre und Leitungen können leichter verstopfen. Diese Ablagerungen erhöhen den Energieverbrauch bei der Wassererhitzung oder -verdampfung. Jeder Millimeter Kalk in Pfannen, Tauchsiedern und Boilern bedeutet bis 10% mehr Energieaufwand!


    Was kann ich gegen hartes Wasser tun?


    Eine direkt in die Wasserversorgung eingebaute Enthärtungsanlage bringt dauerhafte Abhilfe und verlängert die Lebenserwartung von Haushaltgeräten. Diese vom Fachinstallateur berechnete und eingebaute Anlage wird auf die ideale Trinkwasserhärte von ca. 14° fH eingestellt.


    Wie funktioniert die Wasserenthärtung?


    Ein Wasserenthärter entfernt entweder die Mineralien (Kalzium- und Magnesium-Ionen) oder veränder die Struktur der Mineralien so, dass sich diese nicht mehr an Gefässwänden festsetzen und sich dort zu Kristallen verbinden können.


    Es haben sich zwei Medhoden zur Wasserbehandlung durchgesetzt:


    Methode Funktion Folgen
    Ionenaustausch, Wasserenthärtung Wasserenthärtung durch den Austausch der beiden Härtebildner Kalzium und Magnesium durch Natrium und Kunstharz. Die Wasserzusammensetzung wird verändert (Minderung des Gesamtkalkgehaltes). Verbrauch von Regeneriersalz und Dosiermittel.
    Physikalische Behandlung, Magnetisierung Durch Einwirkung von Magnetfeldern werden Kristallkeime gebildet, die Bildung der Kalkkristalle findet dann nicht mehr an der Gefässwand sondern in der "Schwebe" statt. Verändert die Zusammensetzung des Wassers nicht. Keine Folgekosten.


    Welche Methode ist zu empfehlen?


    Nur das Verfahren des Ionentausches entfernt die Kalkbildner aus dem Wasser und ist eine echte Entkalkung. Dieses Verfahren wird vom Verband aquasuisse empfohlen (Schweizer Vereinigung von Firmen für Wasser und Schwimmbadtechnik). Die Umweltbelastung der eingesetzten  Regeneriersalze wird durch den Minderverbrauch an Energie, Wasch- und Reinigungsmitteln mehr als wettgemacht.

     

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    Tipps zur Verhinderung von Kalkablagerungen ohne Wasserenthärter


    • Warmwassertemperatur auf 60°C reduzieren (aber nicht unter 55°C: Legionellen-Gefahr!)
    • Beziehen Sie regelmässig aus allen Wasserhahnen Wasser. Spülen Sie in Ferienwohnungen nach längerem Nitbenutzen alle Leitungen gut durch. Zuerst alle Kalktwasserhahnen, dann alle Warmwasserhahnen.
    • Beachten Sie für Reiniungs- und Waschmittel die wasserhärteabhängige Dosierungsangabe auf der Verpackung.
    • Entkalken Sie Haushaltgeräte (Bügeleisen, Kaffeemaschinen, Luftbefeuchter, usw.) regelmässig gemäss den Herstellerangaben. Verwenden Sie das vom hersteller empfohlene Enthärtungsmittel. (Putz-) Essig ist als Entkalker oft zu scharf. Geschirrspüler haben einen Ionenaustauscher eingebaut, deshalb muss regelmässig Regeneriersalz zugefügt werden. Boiler sollten etwa alle 4 Jahre duch den Installateur oder durch Walter Meier (Boilerreinigung) gereinigt werden.
    • Kalkablagerungen auf Armaturen und Plättli lassen sich mit verdünntem Putzessig entfernen.
    • Auch für die Teezubereitung lässt sich hartes Wasser verwenden: Man lässt das Wasser einfach zwei- bis dreimal im offenen Kessel aufwallen. Dabei setzt sich Kalk ab. Mineralwasser ist hingegen zur Teezubereitung nicht geeignet, da es einen höheren Anteil an geschmacksstörenden Salzen enthält.

     

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